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OEME & INTEGRATION |
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Brot für alle - Fastenopfer: Aktion 2012
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Hand in Hand
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„Mehr Gleichberechtigung heisst weniger Hunger“ – die Beziehung der Geschlechter steht im Mittelpunkt der diesjährigen Sammelkampagne von Brot für alle / Fastenopfer
„Eigentlich müssten meine Tage viel mehr Stunden haben, es gibt immer so viel zu tun“ sagt Salamatou Gazéré Dotia. „Ich bin Ehefrau, Mutter von sechs Kindern und zwei Adoptivkindern, Bäuerin, Ausbildnerin, Lehrerin und Gewerkschafterin bei der Bauerngewerkschaft. Als eines von zehn Kindern bin ich in einer Bauernfamilie aufgewachsen. Ich fühle mich der Erde, die uns ernährt, sehr verbunden. Heute züchte ich Kaninchen, Ziegen und Hühner, baue Hirse und Erdnüsse an. Dank meiner Einkünfte kann ich auch die Ausbildung meiner Kinder finanzieren. Ich habe viel über Biolandbau gelernt. Früher baute ich unter staatlicher Regie Baumwolle an. Doch der Einsatz von Chemikalien und Pestiziden war teuer und schlecht für den Boden.
In der Trockenzeit – wenn wir nicht auf dem Feld arbeiten – berate ich Frauen in Haushaltsführung, Biolandbau und Konfliktbearbeitung und lehre sie lesen und schreiben. Für viele bin ich ein Vorbild geworden, weil sie sehen, dass man auch als einfache Landfrau etwas erreichen kann. Mein Mann unterstützt mich, und er ist sehr stolz auf das, was ich erreicht habe.“ Salamatou, die Kleinbäuerin aus dem afrikanischen Land Benin, hat allen Grund, stolz zu sein. Sie hat erreicht, dass sich die Bauerngewerkschaft in ihrem Land die Unterstützung und Förderung der Kleinbäuerinnen zu ihrem Ziel gesetzt hat. So gut geht es nicht allen Frauen.
Heute sind weltweit mehr als eine Milliarde Menschen von Hunger betroffen, rund 70 Prozent davon sind Frauen. Einer der Hauptgründe dafür ist der ungleiche Zugang zu Ressourcen wie Land, Wasser, Saatgut, aber auch zu landwirtschaftlichem Wissen und zu moderner Technologie. So gehört den Frauen weniger als zehn Prozent des kultivierten Landes, obwohl sie 70 Prozent der globalen Anbauflächen bebauen. Auch sind es meist die Männner, die bestimmen, was wo wann angebaut wird, welche Produkte vermarktet werden und wofür der Ertrag verwendet wird.
Hätten Frauen den gleichen Zugang zu den Produktionsmitteln wie die Männer, könnten sie laut Studien der UNO-Welternährungsorganisation FAO den Ernteertrag ihrer Felder um bis zu 30 Prozent steigern. Damit liesse sich der Anteil hungernder Menschen weltweit um bis zu 17 Prozent reduzieren.
Für die oekumenische Arbeitsgruppe Brot für alle/Fastenopfer Elisabeth Gerber
Bericht vom Ökumenischen Gemeindeusflug ins Tropenhaus
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